So entdeckte ich die Berge auf ganz besonder Art und das gänzlich ohne Planung

Tja, selten läuft etwas nach Plan und meistens ehrlich sogar total schief. Wir waren total in der Nebensaison im Mittelgebirge und Naturschutzgebiet Gran Sasso, sprich hier war es arsch kalt und leer. Hotels und Campingplätze waren fast überall zu und wir mussten u Notgedrungen alles über den Haufen schmeißen. Ungewiss wo und wie wir nun die Nacht unterkommen erlebten wir die fette Berg-Märchenwelt. Und wie  das Leben nunmal so ist, bringt jede Änderung unglaublich geile Neuerungen mit sich und wir entdeckten ein neues leckeres Nudelgericht, richtig Stil echte Schafs, Steinbock und Kuhherden, sowie einen wundervollen Wasserfall. Als das nur weil nichts so richtig geklappt hat und wir dennoch riesigen Spaß bei unserer Ungeplantheit hatten. Wenn ich ehrlich bin geplant war eigentlich gar nix in diesem Urlaub, aber wir hatten immer ein grobes Ziel. Diese waren immer offen und auch noch in aktiver Saison. Das Gran el Sasso hatte leider schon dicht. Es heißt ja immer so schön geht eine Tür zu, öffnet sich eine andere…

Die Fahrt durchs Berg-Märchenland 

Die Berge begrüßten uns mit molligen 10°C über den Tag und ganze 5°C in der Nacht. Ziemlich krasser unterschied, am Morgen hatten wir noch um die 30°C in Sorrento. Auch war die Saison hier schon vorbei, kein Campingplatz hatte mehr offen geschweige den noch irgendwelche Hotels bei unseren Ziel im Gran el Sasso. Naja was soll's! So ging es weiter Richtung Amatriciana, denn hier erhofften wir uns noch einen offenen Campingplatz. 


So führte uns diese Routen Änderung quer durch ein Bergmärchen vom Feinsten. Kühe mit rissigen Hörnern begegneten uns auf der Straße, auch ein paar Steinböcke kreuzen unseren Weg. Am besten war wohl aber die Schafherde, die vom Hirten mit Stock und Hund getrieben wurde.

 

Und die  Aussicht! 


Die Straße führte uns quer durch die Berge hoch und runter, durch kleine Dörfer und auch Wälder. In einer Einbuchtung am Straßenrand entdeckten wir einen kleinen Weg der hinauf auf einen Berg zu führen schien. So hielten wir an, erklammen den schmalen Pfad und hatten eine herrlich Aussicht aufs Tal. Der Perfekte Platz für ein Picknick, mit meinem Lieblings Belag seit der Italienreise - geräucherter Mozzarella. Den gibts übrigens auch in Deutschland, sogar im Kaufland. Wir genießen die Sonnenstrahlen, aber ich friere trotzdem, denn ich hatte mich sehr schnell an die 30°C gewöhnt… Und weiter gehts.   

Traumhafter Bergsee

Mitten auf unserem Weg begegnete er uns ein wundervoller Bergsee! Ein unglaubliches Bild, den der lago di campotosto ist umgeben von hohen Bergen und die Sonne glänzte auf dem tiefen Blau des Sees. Wir umrundeten ihn einmal und genossen die Aussicht. Traumhaft auch hier mussten wir eine Pause einlegen. Jeder kennt den Garda See, aber dieser traumhafte Platz wird wohl leider den meisten Menschen vorenthalten bleiben… (Am ende des Textes steht wo du ihn finden kannst ;)

Kühe, Wölfe, Steinböcke und co.

Was hier nicht alles geben soll! Große Schilder am Straßenrand warnen vor Wölfen, Bären, Kühe, Steinböcken und co. Life gesehen haben wir immerhin die Kühe, Schafe und Steinböcke. 


Na und Kühe gibts auch in Deutschland oder?! 


Klar, aber die laufen nicht frei herum und sind eingezäunt. In Italien begegnet man den Kolossen mit Hörnern direkt auf der Straße. Ein bisschen Angst hatte ich schon um mein Auto als wir mitten in einer Kuhherde gehalten haben und warten mussten bis wir weiter fahren konnten. 


Auch die Steinböcke sahen wir in einer Gruppe am Straßenrand entlang laufen. Hier waren wir aber schneller vorbei, da sie nicht auf der Straße herum sprangen. Klasse diese Tiere mal in freier Wildbahn zu sehen. 

Endlich eine Unterkunft 

Der Abend wurde später und später und vor allem kälter. Eine Unterkunft war immer noch nicht so richtig in Sicht und es wunder langsam dunkel. Endlich erreichten wir mal eine größere Ortschaft die uns Hoffnung gab was zum schlafen zu finden. 


Zur Not hätte das Auto herhalten müssen. 


Aber wir fanden ein Bungalowdorf. Es hatte zwar außer uns keine Besucher, wie schon erwähnt die Saison war schon vorbei. Aber der Besitzer war so freundlich, wir bekamen einen frischen Italienischen Kaffe und quatschten über unsere Reise, über den weiteren Verlauf und bekamen dann am nächsten Morgen echte Geheimtipps der Region. In einer halben Stunde wurde unser Bungalow frisch angerichtete und geheizt. So ersparten wir uns erstmal eine Nacht bei dieser Eisigen Kälte im Zelt. Endlich mal wieder ein Bett, vier richtige Wände um einen herum und vor allem Platz! Endlich mal alle elektrischen Geräte gleichzeitig laden;D 


Morgens gab es  noch ein Frühstück, was im Preis inbegriffen war und wieder super leckeren italienischen Kaffe und für mich Cappuccino. 


Der Besitzer meinte wir sollten unbedingt in Amatriciana Spaghetti mit Backenfleisch vom Schwein essen, das wäre unglaublich gut. Das taten wir Nachmittags und es war einfach total lecker. Super toller Tipp! Zum Abschied schlug er uns noch ein Ausflugsziel für den heutigen Tag vor. So folgten wir seinen Vorschlag und wir fanden den wohl ruhigsten und Naturbelassensten Ort des Urlaubs. Fern ab von jegliche Tourismus! Wir fanden einen…. 

Wasserfall allein für uns

Hier war es einfach traumhaft schön. Aber gefunden hätten wir diesen Platz nie ohne den Tipp des Bungalow Besitzers. 


Unser Startpunkt sollte der Saco Cuore sein, bis hier hin sollten wir mit dem Auto fahren. Gesagt getan, aber auf dem Weg her hin hätte ich lieber einen Jeep als einen Fabia gehabt. Nachdem wir mein Auto über die vielen und tiefen Schlaglöcher gequält hatten, bei denen ich ab liebsten umgedreht wäre, hatten wir den Berggipfel doch noch erreicht. 


Uns begrüßte eine kleine Kirche und bombastische Aussicht - jetzt schon. 


Dann ging es etwa zwei Stunden einen Trampelpfad entlang, quer durch Wälder, Steilen Abhängen und vorbei einen einem riesigen Stein. An einem Stein hielten wir an, den er war total zerbrechlich - ein kleiner Tritt reichte aus, damit er splittert. Inmitten dieses Scherbenhaufen lebten kleine Krebsartige Tierchen die wir eine weile beobachteten. 


So langsam hörten wir auch schon das rauschen des Wasserfalls. Den Bach zum Wasserfall hatten wir schonmal gefunden. In viele kleine Becken sammelte sich das eiskalte Wasser und es war wie Wasser treten als ich meine Füße hinein hielt. 


Aber weiter gehts wir wollen ja zum Wasserfall, ach ja hier hörte übrigens der offizielle Wanderweg auf und es ging jetzt mitten durch hohe Steine und ein bisschen Kletterkunst ist jetzt gefragt. Aber wir sahen ihn schon und so wurden die letzten Meter zum Kinderspiel. Wir genossen die geile Aussicht auf diese wunderschöne Landschaft und es war einfach toll das alles für sich alleine zu haben. Niemand anderes kreuze unseren Weg auf dieser Wanderung und wir genossen die Ruhe und Einsamkeit der Natur.  

So findest du den Wasserfall:

Du bist in der Nähe von Amatrice danach fährst du nach Preta. Von hier aus gehts Richtung C. Trio und dann in die Berge. Hier bitte drei mal drüber nach denken ob dein Auto dafür geeignet ist (Mein Skoda Fabia hat es geschaft, aber es war nicht einfach ihn durch die löchrige Straße zu bringen).

 

Das Endziel ist die kleine Kirche Sacro Cuore. Von hier aus dann zu Fuß rechts entlang der noch breiten Feldstraße. Einen schmalen, aber ausgeschilderten Trampelpfad gehts direkt in den Wald. Nur noch den Schildern folgen und du findest dieses erholsame Plätzchen. Viel Spaß! 

So findest du den unvergesslich schönen Bergsee:


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