Prager Burg - Zwischen Prunk und Folterkammer


Die Prager Burg ist ein wundervolles Highlight in der Hauptstadt Tschechiens.

 

Die Burg hat unzählige Sehenswürdigkeiten und ist mit ihren starren Wachen, der überwältigenden Aussicht und seiner interessante Geschichte weit über die Grenzen des Landes bekannt! 

Daniela von European Adventure sammelt mit ihre Blogparade „Burgen und Schlösser“ viele coole Reiseideen. Viele der Burgen sind echte Geheimtipps!

 

Ich stelle mit der Prager Burg eine sehr belebte und gut gepflegte Anlage vor. Aber mir hat sie mit ihren zahlreichen und individuellen Sehenswürdigkeiten sehr gut gefallen und ich kann jeden nur einen Besuch empfehlen. 

 

Unvergleichbare Aussicht

Die Aussicht von der Prager Burg hinab auf Prag ist wundervoll. Unterhalb der Burgmauern erstrecken sich unzählige Häuser und auch die traumhafte Moldau, mit ihren vielen Brücken.


Mein Geheimtipp: Wenn du auf der linken Seite die Burg verlässt findest du auf der Hälfte der Strecke hinunter zur Stadt ein kleines Café. Hier unbedingt eine Pause einlegen. Denn die Aussicht und dazu eine Tasse Kakao sind unvergleichbar! 

Goldenes Gässchen

Ich fühle mich wie ein Riese, wenn ich neben den kleinen Häuschen stehe. Mir ist völlig unklar wie einst in den winzigen Wohnungen Menschen leben konnten. 

 

Die meisten Hauser sind hier begehbar. Die Wohnungen sind mit Möbel bestückt und zeigen wie die Häuser früher bewohnt wurden. Es ist einfach alles so winzig. 

 

Zu Besichtigen ist auch das Haus 22, indem der berühmte tschechische Schriftsteller Franz Kafka lebte. Er soll von 1916 bis 1917 hier gewohnt haben. 

 

Seinen Namen verdankt das Goldene Gässchen seinen Bewohnern. Hier lebten einst die Goldschmiede und Alchimisten. Angeblich soll hier auch an der Entwicklung und Erzeugung von künstlichem Gold und an dem Stein der Weißen gearbeitet geworden sein. Später bewohnten Soldaten die kleinen Häuschen.



St.-Veits-Dom 

Ist eine der größten gotischen Kathedralen Europas und steht hoch über der Moldau in mitten der Prager Burg. Genau genommen steht der Dom im dritten Hof der Burg. Als im Jahre 1344 Prag zum Sitz des Erzbischofs gewählt wurde, beschloss der König die kleine Kirche die vorher an dieser Stelle stand abzureisen und den Dom zu errichten. 


Der Bau zog sich über Jahre hinweg und die Kirche wurde erst 1929 fertiggestellt. Im 20igsten Jahrhundert wurden die bunten Glasfenster in die Kirche integriert. Gestaltet wurden sie von Alfons Mucha und Max Švabinský.

 

Es gibt zwei Touren durch die Pragerburg A und B (A ist teuere - enthält aber auch mehr Sehenswürdigkeiten zum Beispiel den 99 Meter hohen Hauptturm). Kostenlos ist lediglich der Eingangsbereich des Domes. 

 

Im silbernen Grab des Heiligen Johannes von Nepomuk sollen angeblich zwei Tonnen Silber verarbeitet sein.

Die Weihnachtskrippe aus Brot ist aus 120kg gebackenen Brot hergestellt. Sie besteht aus 558 Elementen und ist 400 x 200cm groß.

Daliborturm - Folter und Gesang

Der Daliborturm verdank seinem Namen dem Ritter Dalibor von Kozojedy, denn er wurde in diesem Turm 1496 eingekerkert. Zusammen mit einer Gruppe aufständiger Leibeigener stütze er den unbarmherzigen Herrscher Adam Ploskovský und eignete sich Teile des Eigentums an.

 

Für diese tat wurde er eingesperrt. 

 

Nach zwei Jahren Kerkerhaft wurde er zu „Gütern, Ehre und Hals“ verurteilt und 1498 hingerichtet. 

 

Laut einer Sage soll er um sich die Zeit zu vertreiben Geige gespielt haben und die Leute sollen von weit her gereist seien um seinem Geigenspiel zu lauschen. 


Die Wahrheit über diese Sage sieht etwas anders aus. Geige bezeichnete damals die Folter auf der Delinquent auf der man vor Schmerzen mit „singen“ begann.


Im Turm selbst sind Foltermaschinen ausgestellt und man erkennt den früheren Aufbau des Gefängnisses. In dem unteren Bereich des Kerkers gelangte man nur durch ein kleines Loch in dem man abgeseilt werden musste. Dann war man da alleine für sich eingesperrt, wurde gefoltert und verlor nach und nach den Verstand da Tageslicht, Menschen und Sozialkontakte fehlen. Die Nahrung wurde auch durch dieses kleine Loch gereicht und ein entkommen war unmöglich. 

 

Still und starr - die Wachen der Prager Burg

Die starrenden Wachen der Prager Burg erinnern mich so sehr an London.

 

Nur die Farbe der Kostüme ist etwas anders. Der Rest ist gleich, zum Beispiel das mit dem herum springen und den kläglichen Versuchen der Touristen, die Soldaten zum Lachen zu bringen. 

 

Sie stehen still, den ganzen Tag und zur Wachablösung wird synchron marschiert. Eine absolute Show die man nicht verpassen sollte!

 


Eine wundervolle Burg! Denkt ihr darüber nach euch mal die Burg und auch Prag anzuschauen? 


Dann habe ich hier noch weitere Tipps für euch. Die Stadt hat viel zu bieten neben moderner Kunst und kulturellen Erbe, gibt es auch noch Aktion in der Indoor Skydive Arena Prag oder ihr genießt den Blick auf die Moldau. Viel Spaß. <3

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Flo (Donnerstag, 29 Januar 2015 20:11)

    Wirklich eine absolute Sehenswürdigkeit!