Sabbatical in Afrika - Ein schonungsloser Blick hinter die Kulissen (Botswana & Simbabwe)

„Who don't stuck in the muck, only read one page“

 

Niemand hätte gedacht das übermäßiger Leichtsinn uns zum schönsten Schlafplatz Afrikas bringt. Leichtsinn ist noch schön ausgedrückt, Dummheit würde es besser treffen. Aber wir beginn am besten am Anfang. 

 

Die ideale Reiseroute für Namibia und Botswana für Sabbaticalisten

Unsere Reise beginnt in Namibia, was wir einen Tag später schon wieder verlassen um nach Botswana auszureisen. Normaler weiße fährt man unserer gewählte Route anders herum und etwas kürzer. 

 

Die Route: Windhuk - Maun - Chobe (Savuti) - Simbabwe (Viktoria Wasserfälle) - Kasane - Etoscha - Tarrance Bay - Swakopmund - Sossuvlie - Fishriver Canyon - Windhuk. 

 

So war der grobe Plan. Ganz grob - vorbereitet haben wir uns ehrlich gesagt überhaupt nicht. Das hat viele Vorteile, sorgt für Überraschungen, Abenteuer und macht uns mehr Spaß. ABER es ist auch dämlich, gefährlich und kostet Lehrgeld. 

 

Damit du dir unsere Route besser vorstellen kannst:

 

1. Stopp: Windhuk - Das soll Afrika sein?

Alles in Windhuk ist so deutsch und wirk so gar nicht wie Afrika. Wir werden von der Autovermietung abgeholt und bekommen unsere Auto. Die Dame bei der Autovermietung kann natürlich Deutsch. Im Spar gibt es sogar Omas Glühweinbude zu kaufen und Gut&Günsitg Heringsfilee. 

 

Walter (unser geliebtes Auto und treuer Wegbegleiter) wird mit Nahrungsmittel und Wasser vollgeschlichtet. Fünf Kilo Nudeln, Reis und Kartoffeln, Dosenfutter und gute deutsche Jagdwurst. Alles kommt mit - wir wissen ja nicht was uns erwartet. 

 

PS: Wir bauen in diese Berichte gemeinsam einen Pannencounter ein. Damit wir beide am Ende des Sabbatical wissen, wie viel eigentlich schief gegangen ist. 

 

 

Panne  #1:

 

Das Auto muss bezahlt werden und ich zücke meine Kreditkarte. Die hab ich schon ewig und die hat immer funktioniert, bisher. Limit zu niedrig ich kann nicht zahlen. Geld abheben mit meiner Karte - Fehlanzeige. Nach einem wenig erfreulichen Gespräch mit dem Kundenservice der DKB hat die Gute am Telefon mir doch noch helfen können. Zumindest ein bisschen. Sie könnte mir erstmal 1000€ auf meine Kreditkarte laden, damit ich wieder flüssig bin. Den Rest muss ich selber machen, wenn ich Internet habe. 

 

2. Stopp: Maun - Okovango Delta

Das Okavango Delta, ein auslaufender Fluss. Das klingt nach viel Wasser und Hippos. Das stimmt auch soweit, bloß siehst du das Wasser nicht. Stell dir eine saftige, grüne Wisse vor - genauso sieht das Okavango delta aus. Du fährst mit einem Holzboot durch eine Wiese. 

 

Bei der Tour mit den Mokoro (Einbaumboote) kannst du das Delta am besten entdecken, siehst mit etwas Glück Hippos und Elefanten. Unserer Guide erklärte uns wie nützlich Elefanten sind und wie die Tier- und Pflanzenwelt in Afrika funktioniert. 

 

3. Stopp: Chobe - das Paradis für Elefantenfans:

Der Außenbereich von Chope Nationalpark begrüßte und mit einem Elefant direkt am Straßenrand. Wir springen raus, machen tausend Fotos und freuen uns. Danach folge noch einer und noch einer. Und irgendwie waren die Elefanten hier überall - in massen. Und nicht ängstlich. Der absolute Wahnsinn. 

 

Boom. 

 

Und hier sind wir. Jung und leichtsinnig.

 

Asphalt ist hier schon lange nicht mehr. Wir düsen auf der Schottenpiste an Kirsten und Martin vorbei. Zum Glück. Die beiden sind später unsere Retter. 

 

Dann kommt es, ein riesen Schild: „Water ahhead.“  Und darunter ganz klein „Umleitung“ und eine Weg (ich trau mich kaum es so zu nennen) nach rechts. Da hätten wir langfairen müssen. Sind wir  aber nicht… 

 

Wir sind gerade aus, der „Hauptstaße“ entlang. Und dann kommts: ein Wasserloch. Wir bleiben stehen - überlegen. 

 

„Der Weg geht hier lang - also muss es gehen“ - denken wir. Also ab durch das Wasserloch. Und dann kommt das nächste. Da fahren wir auch durch. Dann kommt noch eins und wir beschließen umzukehren. 

 

So weit, so gut. Beim umkehren fahren wir zu weit am Rand und bleiben stecken. So richtig. Walter hängt fest. Die Linke Seite sitzt auf und die Reifen stecken bis fast obenhin im Schlamm. Da kommen wir alleine nicht mehr raus. 

 

Scheiße. So eine scheiße.  

(Panne #2)

 

 

Wir stecken so richtig im Schlamm fest. So richtig. Da kommen unserer lieben Helfer: Kirsten und Martin. Der versuch uns raus zu holen scheiterte leider.

 

 

Und dann komm unserer Rettung! Ein LkW voll Afrikaner. Und er hat es geschafft. Und unser Tag war gerettet. Als dank haben wir den Jungs 100€ gegeben und was zum essen. 

 

Happy und völlig kaputt suchten wir uns einen Schlafplatz und landeten am Hippoloch. Das war so nicht geplant, aber wunderschön. 

 

Wunderschön ist untertrieben. Es war der beste Abend in Afrika. Nachts röhrten die Nilpferde. Ein Elefant kam 15m von uns entfernt aus der Dunkelheit. Der Sternenhimmel war der schönste den ich je gesehen habe und wir haben den Mond aufgehen sehen. Der nächste Morgen startete mit .. Vögel. Frech und super schön. Wir beobachteten noch eine ganz weile Elefanten und Hippos. Was für ein gelungen Happy End. ;)

 

4. Stopp: Suveti - das Zentrum des Chobe-Nationalparks:

Die Straßen in Chope sind echt schieße. Sandich, hüglig und du solltest dir dreimal überlegen ob du stehen bleibst. Einer der Ranger hat es so aus gedrückt: „The way gonna by sandy. Keep moving.“

 

Vier stunden rüttelte es uns durch die sandigen wegen des Chope durch. Und überall waren Elefanten. Der ganze Park ist voll davon. Einfach wunderbar. 

 

In Suveti selbst (eine Schlafmöglichkeit mitten im Nationalpark) kostet jeder Campingplatz 50 Doller. Und du solltest vorab buchen. Besonders in der Hochsaison. Wir durften mit auf dem Platz von sehr freundlichen Deutschen. Nach dem wir liebe gefragt haben, ob wir mit hin dürfen. 

  

5. Stopp: Simbabwe - Viktoria Wasserfälle

Wenn man schon mal hier ist….

 

Ja das dachten wir auch. Und die Wasserfälle sind beindruckend. Der Ort um die Wasserfälle - naja Malle für Afrika. Und die nervigsten Sovinir Verkäufer der Welt. Teilweiße sind die einen Kilometer neben uns her gelaufen, um uns zu überzeugen irgendwas zu kaufen. 

Aber die Wasserfälle sind es wert. Auch ist die Einreise etwas anstrengen. Für Simbabwe braucht man ein Visum, sprich du musst zahlen. Es kostet 410 RAND. Oder du zahlst in Pula oder in Dollar oder in Euro. 

 

Egal wie du zahlen willst, es wird kein Wechsel Geld geben. Das System ist sicherlich auch down und mit Kreditkarte zahlen kannst du nicht. Das teater geht solange bist du sagt, das passt so. Scheiß auf das Wechselgeld. 

 

Aber das geht auch nicht. Das wäre ja korrupt. Zu guter letzt gibst du dein Geld irgendeinen Typ der aussieht wie ein Zuhälter und der bezahlt in Dollar dein Visum. Wechselgeld bekommst du trotzdem nicht. 

 

Bei genau diesen Typ musst du noch irgendeine Versicherung abschließen für dein Auto. Davon hab ich zwar zuvor noch nie etwas gehört oder gelesen. Aber wir wollen ja gern rein. Alles in allen zahlten wir 66€ pro Person um ins Land rein zu kommen. 

 

 

Aber die Wasserfälle und der Lionwalk sind es Wert. Apropos Lionwalk - unbedingt machen. Du kannst mit den Löwen spazieren gehen und kannst dir diese wunderschönen Tiere von nahe anschauen. Dadurch unterstütz du ein Projekt, was die Löwenpopulation in Simbabwe wieder erhöhen soll. 

 

Ich habe mich nicht stunden im Netzt belesen, ob und wie gut das Lion Encounter ist. Wie gesagt wir haben diese Reise nicht wirklich vorgeplant. Der Umgang mit den Tieren war der ganzen Zeit sehr gut. Unsere Löwendamen hat auch keine richtige Lust und war die meiste Zeit wo anders unterwegs und das war auch okay. Sie wurde zu nix gezwungen. 

 

 

 

Beobachte unbedingt die angestellten auf den Campingplätze. Die bewegen sich wie die Tiere hier in Afrika. Ultra langsam und machen nix so wirklich. Zum wechseln einer (EINER!) Glühbirne wurden drei Leute gebraucht und es hat ungelogen 20 Minuten gedauert. Sehr amüsantes Schauspiel für uns doch effizieret denkende Deutsche. 

 

 

Ob die Ausreise aus Simbabwe genauso unkurupt verlaufen wird wie die Einreise? Wir werden sehen. Ich hoffe sehr dir hat der ein Blick in unserer Anfangszeit des Sababtical und in unserer Afrika Rundreise gefallen. Sobald ich wieder Internet habe gibt es weiter Berichte. 

 

PS: Denk immer dran. Woh don’t stuck in the muck, only read one page. ABER wie hat es Martin gesagt: Ihr seid jung - ihr dürft Fehler machen. Ihr müsst noch lernen. Auf diese weiße Worte ein Amen. Und nochmal vielen Dank ihr beiden. :)

 

PPS: Und natürlich auch ein Riesen Dank an die Afrikanischen Wassertank-Lästerjungs (was für ein Wort:D). Tausend Dank! 

 

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